Hightech Start-up startet durch

03.06.2019 Vor vier Jahren wurde die ReseaTech GmbH gegründet, welche Messgeräte für kleinste Flüssigkeitsmengen herstellt. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer Finanzierungsrunde kann das Spin-off der Berner Fachhochschule nun seine Technologie weiter vorantreiben.

Im Mai 2015 haben Simon Zumbrunnen und Philipp Haslebacher, zwei Absolventen der Berner Fachhochschule BFH, das Hightech Start-up ReseaTech gegründet. Das Jungunternehmen mit Sitz in Burgdorf stellt Messgeräte für Flüssigkeitsmengen im Mikroliterbereich her, die insbesondere von Herstellern der Biotechnologie- oder Medizintechnik-Branche benötigt werden.

Im Mai 2019, rund vier Jahre nach der Gründung, hat das Spin-off nun erfolgreich eine Finanzierungsrunde mit privaten Investoren durchgeführt. Mit dem Investitionskapital kann das Jungunternehmen seine Technologie weiter vorantreiben und seinen Kundenstamm in der Schweiz und dem nahegelegenen Ausland aufbauen. Beispielsweise soll sich der Dosiersensor «Pulsed Flow Sensor» auf dem Markt etablieren. «Dieser Dosiersensor ist der schnellste seiner Klasse und kann Flüssigkeitstropfen von Nano-bis Mikroliter sehr präzise erkennen», sagt Zumbrunnen. «Das System kommt zum Beispiel in biotechnologischen Prozessen, in der Halbleiterindustrie oder in Abfüllanlagen von Flüssigprodukten zum Einsatz», führt der 34-jährige weiter aus.

Die Bachelor-Thesis von Zumbrunnen bildete den Grundstein für das heutige Spin-off. Das Ziel damals war die Entwicklung eines Mikroventils für die Firma ReseaCHEM GmbH. Während und nach dem Studium haben Zumbrunnen und Haslebacher am Institut für Drucktechnologie IDT unter der Leitung von Karl-Heinz Selbmann an der Technologie ihrer heutigen Produkte weitergeforscht. In der Folge gewann das Projekt den Innovationspreis der Ypsomed, den Burgdorfer Innopreis und wurde durch das Start-up-Förderprogramm Venture Kick sowie die Stiftung Inventus Bern unterstützt. Mit dem nun verfügbaren Investitionskapital aus der Finanzierungsrunde kann das Jungunternehmen seine Erfolgsgeschichte weiterführen. «Der Business Case ist klar und dem Aufbau unserer Sensorfirma in Burdorf steht jetzt nichts mehr im Wege», freut sich Zumbrunnen.